Nach drei anstrengenden Jahren konnten die Auszubildenden zur bzw. zum Verwaltungsfachangestellten des Landkreises Limburg-Weilburg nach bestandener Abschlussprüfung an der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) in Weilburg im Beisein des stellvertretenden Schulleiters Holger Schmidt ihr Abschlusszeugnis der Berufsschule aus den Händen ihrer Klassenlehrerin Marianne Diehl entgegennehmen.

Nach der Zeugnisübergabe überreichte Marianne Diehl den drei Jahrgangsbesten noch ein Buchgeschenk als Anerkennung ihrer besonderen Leistungen: Claudia Klöckner (Gemeinde Brechen) und Ann-Kristin Wilfer (Stadt Limburg) schlossen die Prüfung als Klassenbeste mit der fantastischen Durchschnittsnote 1,1 ab. Fast ebenso gut war Marie Kristin Müller (Kreisverwaltung Limburg-Weilburg), die einen Schnitt von 1,2 erreichte.

Marianne Diehl erinnerte noch einmal an die gemeinsame dreijährige Ausbildungszeit. Mit einem Vorurteil wurde gleich zu Beginn der Ausbildung aufgeräumt: „Langweilig – wie sich die meisten den Beruf der/des Verwaltungsfachangestellten vorstellen – ist es nicht.“ Im Gegenteil. Die frischgebackenen Verwaltungsfachangestellten blicken auf eine intensive Zeit zurück. Als sie sich vor drei Jahren bei ihren derzeitigen Arbeitgebern um die Ausbildungsstelle beworben hatten, konnten sie noch nicht ahnen, mit welchem komplexen Lehrstoff sie es zu tun bekommen würden.

Die jungen Menschen wollten alle „etwas im Büro“ arbeiten, Kontakt zu Menschen haben und Abwechslung im Berufsalltag. Alle drei Kriterien wurden erfüllt und noch mehr: In der Verwaltung ist an fünf Tagen der Woche ein mächtiges Arbeitspensum zu bewältigen, da bleibt kaum einmal Zeit, einfach Akten abzulegen, bilanzierte Marianne Diehl.

Zu Beginn ihrer Ausbildung mussten sich die Verwaltungsfachangestellten zunächst mit den Organisationsprozessen in der Verwaltung vertraut machen. Von einfachen Aktenvermerken über die Bearbeitung der Tagespost bis hin zu jedem Schriftwechsel und jeder Aktion, die innerhalb eines Aktenvorgangs gemacht wird. Die Kollegen müssen auch unabhängig voneinander immer auf dem neuesten Stand sein. Die Ausbildung ist eine der anspruchsvollsten überhaupt, da die Azubis eben nicht nur den Umgang mit den Akten lernen, sondern eine Menge Gesetze, Vorschriften und Rechtsgrundlagen pauken müssen. Und der richtige und freundliche Umgang mit den Bürgern im Rathaus will ebenfalls gelernt sein.

Insgesamt gingen die Verwaltungsfachangestellten in drei Jahren Ausbildung zwei Jahre zur Berufsschule und im dritten Ausbildungsjahr zum Verwaltungsschulverband nach Wiesbaden. Dazwischen unternahm die Gruppe im zweiten Ausbildungsjahr eine Bildungsreise nach Berlin und war zu Gast im Deutschen Bundestag, um Politik hautnah erleben zu können.

Alle Auszubildenden haben eine Menge Erfahrungen und auch viel Reife durch die Lehrjahre in der Verwaltung gesammelt und denken gerne an ihre Ausbildungszeit zurück. Besonders stolz waren die Auszubildenden darüber, dass sie die beste Zwischenprüfung in Hessen abgelegt haben und dieser Erfolg wirkte sich nun bis in die Abschlussprüfung aus, die alle souverän abgelegt haben.

Verwaltungsfachangestellte Klasse XW 12 VF (Klassenlehrerin Marianne Diehl) mit Angabe ihrer Arbeitgeber: Melissa Belz (Gemeinde Weinbach), Raphael Dehring (Stadt Limburg), Lena Eberhardt (Marktflecken Weilmünster), Daniela Hornisch (Stadt Hadamar), Claudia Klöckner (Gemeinde Brechen), André Kunkler (Kreisverwaltung Limburg-Weilburg), Sascha Lauf (Kreisverwaltung Limburg-Weilburg), Thorsten Leber (Kreisverwaltung Limburg-Weilburg), Marie Kristin Müller (Kreisverwaltung Limburg-Weilburg), Antonia Ott (Gemeinde Selters), Marco Schimbach (Stadt Weilburg), Marie Tovornik (Gemeinde Beselich), Sevda Turan (Kreisverwaltung Limburg-Weilburg), Ann-Kristin Wilfer (Stadt Limburg), Larissa Wolf (Kreisverwaltung Limburg-Weilburg) und Madgalena Zuckrigl (Stadt Limburg).

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