Vom ehemaligen „Holzknecht“, der dumm, stark und strapazierfähig sein musste, bis zum heutigen Forstwirt, der moderne Maschinen und Computer beherrscht, aber auch mit Axt und Säge umgeht, hat sich die Waldarbeit gewandelt. In Theorie und Praxis müssen die Forstwirte bewandert und für Weiterbildung aufgeschlossen sein, denn neue Fachleute werden auf allen Ebenen dieses Berufsfeldes benötigt, in dem in den nächsten Jahren viele Mitarbeiter in den Ruhestand gehen.

Das Image der im Forst tätigen Menschen beleuchteten Führungs- und Ausbildungskräfte in der Feierstunde zur Freisprechung von zwei Klassen Forstwirten und Forstwirtinnen im Forstlichen Bildungszentrum in Weilburg. Neben den Absolventen der dreijährigen Ausbildung und der Lehrkräfte konnte der Leitende Forstdirektor Werner Wernecke auch etliche Kolleginnen und Kollegen und Angehörige der Prüflinge begrüßen.

Die insgesamt 37 Teilnehmer der Abschlussprüfung, von denen 34 die umfangreiche Prüfung in Theorie und Praxis bestanden, kamen aus dem Norden und der Mitte des Landes, vom Forstamt Wolfhagen im Norden bis hin zum Forstamt Wiesbaden-Chausseehaus im Südwesten. Als Lehrgangsbester schloss Marcel Küch vom Forstamt Melsungen die Prüfung ab, gefolgt von Moritz Böhle vom Forstamt Diemelstadt (Waldeckische Domanialverwaltung) und Andreas Golovko, Stadtforstamt Wiesbaden. Die beiden Besten wurden traditionsgemäß mit einer Forstaxt mit persönlicher Gravur bedacht. Aus der Region dabei waren Jan-Philipp Keil vom Forstamt Weilburg, Jan Niklas Dziwis und Florian Frederik Gehl von der Gemeinde Greifenstein, Tim Kramer (Braunfels) vom Forstamt Weilmünster, Paul Marek Hommel (Stadt Forstamt Herborn) und Florian Rohr (Gemeinde Eschenburg).

Ihre praktische Bildung im Beruf Forstwirt / Forstwirtin erhielten die Azubis in drei Jahren im Rahmen der dualen Ausbildung in ihren Heimatbetrieben. Den theoretischen Teil absolvierten sie blockweise in der Wilhelm-Knapp-Schule und im Forstlichen Bildungszentrum in Weilburg, in dessen Mensa die Urkunden, Prüfungszeugnisse und das Europäische Motorsägenzertifikat im Level 4, der höchsten Stufe dieser internationalen Qualifikation, überreicht wurden.

In ihren Glückwünschen würdigten die Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Nadine Ströbele, der Leiter der Personalabteilung des Landesbetriebs Hessen-Forst, Hans-Dieter Teffenstädt, Forstdirektor Werner Wernecke als Leiter des Forstlichen Bildungszentrums, Oberstudienrat Klaus Keilich von der WKS Weilburg, Helmut Ruckert vom Gesamtpersonalrat sowie Ralf Helwerth von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt die Leistungen der Absolventen, denen sie „Glück auf“ für den weiteren beruflichen Werdegang beziehungsweise viel Erfolg beim Forststudium wünschten.

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